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Montag, 19. März 2012

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser - Wirklich?

Ich hasse das, wenn ich Kummer habe. Diese Phase habe ich jedes Jahr einmal. Letztes Jahr schon wegen Liebeskummer, dieses Jahr wieder. Ich hatte eigentlich nie Glück in der Liebe und überhaupt hatte ich in meinem Leben bislang auch "erst" zwei Beziehungen - für mich zwei Beziehungen zu viel. Ich schätze, dass ich zu utopisch gedacht hab. Ich dachte, dass ich nur einen Freund kennenlernen wollte und der dann mein Leben lang bei mir bleiben sollte. Lächerlich, nicht wahr?
Die erste Beziehung hielt 2 1/2 Jahre. Grund für die Trennung: er hatte mich betrogen.
Die zweite Beziehung verlief eigentlich traumhaft, doch dann brach er plötzlich den Kontakt ohne jeden Grund ab. Wieder einmal verarscht worden. Und, als wir uns kennengelernt haben, dachte ich, dass ich die Einzige für ihn sei. Vielleicht sollte ich nicht so viel vertrauen. Ich ging immer davon aus, dass ich meinem Partner nicht hinterherzustalken bräuchte (auf Facebook und so weiter). Grundsätzlich bin ich ein Mensch, der immer vertraut. Naja, im Nachhinein habe ich es dann doch gewagt und gesehen, dass er mit anderen Mädels auch noch geflirtet hat, nebenbei. Super, traumhaft *__*
Wieder einmal vertraute ich zu viel. Aber ich zeige mein Interesse an der Person eben anders. Betone immer wieder, dass ich glücklich mit dieser Person bin. Lege alles offen für ihn, er hat freien Zugriff auf mein Handy und auf meinen Facebook Account. Auch auf Skype. Schließlich habe ich ja eben nichts zu verbergen. Also, wo ist das Problem? Vielleicht sollte ich wirklich misstrauischer werden.
Aber, wenn ich die Person stalke, dann schäme ich mich zu sehr. Ich fühle mich bescheuert, wenn ich jedes einzelne Kommentierte von ihm durchgehe. Es reicht mir die neuesten Statusmeldungen zu lesen und seine Hobbies, Interessen und so weiter. Wirklich. Ach ja, die Fotos sowieso auch.
Aber, wenn ich misstrauischer gewesen wäre, hätte ich mir wohl vieles im Nachhinein erspart. Unter anderem diesen Kummer, den ich jetzt habe.
Für mich war die Liebe immer so ziemlich das Einzige Licht in meinem Leben. Deswegen hasse ich es single zu sein. Ich kann nicht single sein. Vielleicht muss sich ja daran auch etwas ändern?!
Ich bin auch kein Mensch für One-Night-Stands. Kommt für mich nicht in Frage. Das bringt nur Schmerzen mit sich. Vielleicht bin ich zu emotional.

Aber egal, ich betäube meinen Kummer jetzt. Am Wochenende heißt es endlich wieder Shisha-Bar :)
Und am Samstag endlich wieder ins Nachtleben. Clubevent. *__*
Das wird mir gut tun. Einfach am Leben teilhaben. Nicht zu viel nachdenken.
Ich glaube manchmal muss man seine Gefühle auch unterdrücken.
Irgendwie ist das doch schon skurril, dass ich hier so offen darüber rede. Das tu ich sonst so gut wie nie. Ich hab noch nie so offen gejammert. Es tut irgendwie gut, es ist befreiend. Hoffentlich werde ich es nicht bereuen.

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