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Montag, 12. März 2012

Alptraum

Es ist so lange her, dass ich gebloggt habe.
Aber ich glaube, dass ich es nun bitter nötig habe. Und bitter ist leider das richtige Stichwort dafür. Ich weiß nicht, was es bringen soll. Wahrscheinlich soll es auch nichts bringen, aber wiederum wird es etwas bringen. Alles, was getan werden kann, bringt etwas. Was es dann aber genau ist, ist eine andere Frage.

Wenn man eine lange, traurige Phase hinter sich hat und dann plötzlich glaubt, das Glück gefunden zu haben, überglücklich ist, dann ist es doch was Schönes, nicht wahr?
Man möchte am liebsten die ganze Welt umarmen. Und für diejenigen, die nicht gläubig sind, die finden sich vielleicht in einem kurzen Moment wieder, an dem sie doch vielleicht an seiner Nicht-Existenz zweifeln und sich fragen, ob es ihn vielleicht doch gibt und ob er derjenige war, der dir geholfen hat.

Und so geht man für einige Wochen jeden Tag glücklich durch das Leben, freut sich, glaubt, dass man das Schlimmste hinter sich hätte. Doch dann steht man eines morgens auf, fühlt sich vielleicht schon scheiße. Aber man denkt sich: Wenn ich heute den Tag schnell hinter mir bringe, dann bin ich auch schnell wieder mit meinem Glück vereint. Aber dann kommt alles anders. Man kommt nach Hause, ist geschafft. Freut sich vielleicht ein klein wenig und dann fällt alles wie aus heiterem Himmel auf einen ein. Es ist weg. Das Glück. Die Freude, alles Gute. Und man denkt, es ist vorbei. Man ist verzweifelt, versucht überall danach zu suchen, versucht auf allen Wegen es irgendwie zu erreichen, doch es geht nicht. Man bleibt allein. Unter Tränen bricht man zusammen, liegt wie ein kleiner, elender Haufen auf dem Fußboden, weint sich möglicherweise die gesamte Schminke kreuz und quer über das ganze Gesicht. Doch das ist dir in diesem Moment völlig egal. Alles ist dir egal. Du willst es zurück, doch du zweifelst mit jeder vergangenen Sekunde immer mehr, dass es zurück kommen wird, bis du irgendwann realisiert hast: Es wird nicht wieder kommen. Das Leben hat dich auf's Übelste verarscht. Oder es hat dir eine Warnung gegeben, dass das Glück in Wahrheit dein Unglück bedeuten könnte.

Und nun bin ich wieder an der Stelle, wo ich mich frage, wo der Sinn war. Meine Motivation zum Weitermachen erhalte ich dadurch, dass ich hoffe. Ich hoffe nicht, dass dieses Glück zu mir zurück kommt. Ich wünsche es mir, doch hoffen tu ich es nicht. Ich hoffe, dass ich die Antwort auf meine Frage finden werde. Ob das, was mich so glücklich machte, wirklich etwas war, was mich lange hätte glücklich machen können. Ob es richtiges Glück war. Ob es wirklich hätte sein sollen.

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